Ewig lacht das Timmelsjoch, der Rettenbach Gletscher, das Inntal und Seefeld…

DIE ÖTZTAL CLASSIC

So in der Mitte der Oldtimer Jahreszeit, also Anfang August, hat man als Liebhaber klassischer Fahrzeuge die größte Auswahl an Oldtimer Veranstaltungen. Was ist der Reiz sich für jene zu entscheiden oder für die andere? Warum sollte man einmal bei der Ötztal Classic dabei gewesen sein? Das Ötztal, ja, steht für Skifahren, Radfahren, Bergsteigen, Kulinarik, Natur. Aber im Ötztal leben wohl auch die motorsportverrücktesten Menschen. Sie leben Motorsport in allen Nuancen. Jung und alt ist infiziert.

Ein Rückblick zur 24. Ötztal Classic folgt in Kürze.

Das war die 23. Ötztal Classic vom 05. bis 07. August 2021

Strahlende Gesichter bei Fangemeinde und Organisation

Fuzzi Kofler aus Südtirol gewinnt auf seinem Porsche 356 A Coupe die Ötztal-Classic.

Die 23. Ötztal-Classic wurde vom Streckenrad aus geprägt. „Schau ein Käfer, schau ein Ferrari, das ist ein Lambo“, und Prinz Leopold von Bayern mit dem wertvollsten Auto bei der diesjährigen Ötztal-Classic mit seinem BMW 503 Cabrio Bj 1957 mitten drinnen.

Das Zuschauerinteresse entlang der 420 Kilometer war so enorm wie noch nie. An allen Abzweigungen und Gassen applaudierten Oldtimer Freunde. Aus selbstgebauten Fahnen konnte man die Grüße lesen, gefühlte tausende Hände winkten vom Straßenrand. Beifahrerinnen hatten mit dem Zurückwinken alle Hände von zu tun, mussten aber höllisch konzentriert bleiben, denn ihre Aufmerksamkeit galt vor allen anderen Dingen dem Roadbook und den 53 zu bewältigenden Wertungsprüfungen. Die Streckenführung hatte es in sich, aber alle Autos kamen ins Ziel und Pilot und Co-Piloten hatten im Ziel in Oetz dieses glückliche Grinsen im Gesicht, wenn einem etwas Gutes widerfahren ist.

Sportlich blieb es äußerst spannend bis zum Ende. Die 68 Starter nahmen die Sache sehr ernst und es wundert Experten daher nicht, dass es nach Tag 1 zwischen Rang 1 und 2 nur 0/01 Strafpunkte den Unterschied ausmachte. Gerhard Orlik führte auf Lotus Eclat vor Fuzzi Kofler aus Südtirol. Die besten zehn trennten lediglich 1,6 Punkte. Am Freitag auf der legendären Ötztaler Radmarathon Runde, durch Nord- und Südtirol über die Alpenpässe – Brenner-Jaufen und Timmelsjoch – konnte sich der Gesamtsieger von 2019 Harald Kilzer, auf seinem Mercedes W115 gegen den viermaligen Sieger Michael Berger auf BMW 2002 mit 1,14 Punkten behaupten. Kilzer führte nach zwei Tagen das Feld an. Spannung pur am Start zum Finaltag. Fuzzi Kofler fuhr den dritten Bewerbstag beinahe fehlerfrei und gönnte sich und seinem Co-Piloten Franco Gaioni in Mittenwald mit bereits ein Glas Sekt, wo er spontan mit Olympiasieger Patrick Ortlieb und seiner Frau Kathrin anstieß, diese kennen sich noch aus aktiven Skirennzeiten. Spannend wurde es noch einmal beim Start in der Seefelder Fußgängerzone. Alles war alles sehr eng und voll mit Zusehern. Da passierte schon der eine oder andere Fehler beim Start, Fuzzi Kofler blieb davon aber unbeeindruckt, sein Porsche Baujahr 1958 mit Startnummer 13 lief hervorragend. Die Weiterfahrt ins Ziel war für alle Teilnehmer ein Kinderspiel, standen doch nur noch drei Passierkontrollen an. Dass am Ende nur 2 Zehntel Punkte den Unterschied um den Sieg ausmachte, zeigt wie professionell manche Teams vorbereitet zur ins Ötztal anreisen. Vor 12 Jahren bei der 10. Ötztal-Classic stand Fuzzi Kofler bereits einmal ganz oben auf dem Podest.

Viele Oldtimer Freunde interessiert natürlich, wie es Prinz Leopold von Bayern bei seinem Ötztal-Classic Debut erging. Im Gesamtklassement liegt er im Mittelfeld und in seiner Jahrgangsklasse konnte er sich mit Rang 9 unter den Top 10 behaupten. Also aller Ehren wert.

 


Die Ötztal Classic!

Die Herausforderungen bei der ÖTZTAL CLASSIC sind enorm. Geht es doch auf fast 3.000 m hinauf, und man fährt über historischen, weil umkämpften Boden in der Innsbrucker Altstadt. Die Ötztal Classic ist längst mehr als eine Ötztaler Angelegenheit, halb Tirol ist eingebunden.  Im Herzen geht es aber darum unsere Liebhaberstücke auszuführen, diese einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, und mit Stolz darauf zu verweisen, dass diese historischen Schmuckstücke ein besonderes Kulturgut der Menschheit sind.

Ein alpines Hörspiel der Motoren – energiegeladen für alle Sinne

Das Ötztal hat in Sachen Motorsport eine alte Tradition. Allen voran die Bewerbe zur Bergeuropameisterschaft in den 1960er Jahren, als die besten Fahrer der Welt die Timmelsjochstraße hinauf glühten und wir als kleine Buben mit offenen Mund in den Garagen der Rennteams herumstrolchten. Diese Zeit ist unvergessen, auch wenn ein damaliger Sieger, Jochen Rindt nicht mehr unter uns ist, so bleibt er, besonders sein Fahrstil unvergessen. Bei der Ötztal Classic geht es zwar nicht um reine Geschwindigkeit, aber tummeln muss man sich auf den kurvenreichen und mit Serpentinen gespickten Bergstraßen allemal, will man mit möglichst wenig Strafpunkten den Bewerb bestehen.

Prächtige Entwicklung der ÖTZTAL CLASSIC

Vier unterschiedliche Konzepte kamen bisher bei der Ötztal Classic zur Anwendung: Gletscherprüfung – klassische Ötztaler Runde übers Timmelsjoch – idyllische Sternfahrt in die Ötztaler Seitentäler – Besuch historischer Bauten in Tirol. Die Streckenvarianten reichen mittlerweile von Südtirol bis Seefeld und in die Innsbrucker Innenstadt und bieten den Teilnehmern neben dem ungebrochenen Fahrspaß in gepflegten Oldtimern vor allem auch ein abwechslungsreiches Erleben Tiroler Kulinarik und Historik in Verbindung mit der Tiroler Bergwelt – vom ewigen Eis bis zu den grünen Tallandschaften.

Als Fixpunkt im Programm hat sich der ORTS GRAND PRIX im ehrwürdigen alten Dorfkern von Oetz etabliert. Diese Teilveranstaltung ist deeeer Publikumsmagnet der ÖTZTAL CLASSIC. Regelmäßig kommen dazu rund 4.000 Zuschauer die sich die wertvollen, ja oft einzigartigen Gefährte aus nächster Nähe anschauen, sogar studieren und den auskunftsfreudigen Piloten Löcher in den Bauch fragen.

Eine Rallye für Experten und Amateure

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